Artikel aus der Presse

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Österreich Der „schwarze Peter“ sieht zwar gruselig aus, fällt aber sonst nicht unangenehm auf. Dafür sind die Gestalten, die den Nikolaus in Österreich begleiten, gar nicht so harmlos: der Krampus, den man auch in Bayern kennt, und die Perchten, weibliche Masken- und Sagengestalten, die ebenfalls strafen und für Ordnung sorgen. Schon im 19. Jahrhundert waren wilde Krampus- und Perchtenläufe in vielen Orten ein spektakuläres Ereignis, sie gerieten dann aber in Vergessenheit. Neuerdings nun wird der alte Brauch wieder belebt. Und auch in Österreich finden die Feiern nicht immer nur am 6. Dezember statt. Den größten Umzug gab es beispielsweise am 25. November in Schladming, und wie in den Vorjahren kamen dort fast 800 Krampusse zusammen. Aber es wird weitergefeiert: Als Geheimtipp gilt der Krampuslauf in St. Anton am Arlberg: Junge Burschen aus dem Dorf begleiten den Heiligen Nikolaus, dabei tragen die Krampalar, wie sie hier in Arlberg heißen, nicht nur fürchterliche Masken, die sie oft selbst geschnitzt und bemalt haben, sondern auch ein sogenanntes Teufelsfell. Angst haben muß man aber dennoch nicht: Andernorts werden die Helfer des Nikolaus manchmal auch handgreiflich, in St. Anton geht es wie immer nur um den Spaß. Am 5. Dezember gibt es im Stadtzentrum von Schladming ab 19 Uhr eine große Benefizveranstaltung samt Krampusbrauchtum und Glühweinständen (Infos beim Tourismusverband Schladming-Rohrmoos, Telefon 0043/3687/22 777, www.schladming.at). Der Krampuslauf in St. Anton am Arlberg findet ebenfalls am 5. Dezember statt (Infos beim Tourismusverband St. Anton am Arlberg, Telefon 0043/ 5446/22690, www.stantonamarlberg.com).
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Ausschnitt aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Text: F.A.S., 3. Dezember 2006
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| Mit Jürgen Melzer, Stefan Koubek, Novak Djokovic, Benjamin Becker, Jewgeni Korolew, Sybille Bammer und Anastasia Myskina waren nicht nur die Teilnehmer an der heurigen tele.ring Tennis Trophy in St. Anton am Arlberg dem Ruf von Karl Senn zur Players Party gefolgt, mit dem Niederländer Sjeng Schalken und dem Spanier Emilio Alvarez feierten auch Tennis-Asse auf der Sennhütte mit, die ihr Racket bereits ins Eck gestellt haben. Die von Anastasia Myskina angeführte russische Damen-Abordnung erhielt von der aktuellen Weltranglisten-Vierten und US-Open-Triumphatorin 2004 Swetlana Kusnetsowa und Jelena Lichowtsewa Verstärkung | ![]() |
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Für kurze Zeit wurde es jedoch mucksmäuschenstill, als vier Krampusse die Sennhütte betraten, die so Furcht erregend aussahen, dass Anastasia Myskina Schutz bei ihrem Herzblatt Jürgen Melzer suchte. Da die Stars am Arlberg aber brav ihre Trainingseinheiten abspulen, gab es von den grimmigen Gestalten keine Hiebe. Im Gegenteil: Der ebenfalls auf die Sennhütte gekommene Nikolaus verteilte Streicheleinheiten! |
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Es gibt keine exakten Angaben, wann die
Party zu Ende ging! Gesichert ist jedoch, dass sich neben den
Racketschwingern auch die Führung des Tourismusverbandes St. Anton am
Arlberg mit Richard Walter, Dietmar Spiss,
Herbert Klimmer, Martin
Ebster und Wilma
Himmelfreundpointner sowie
tele.ring-Eventmanagerin Marion Berger,
RADO-Geschäftsführer Peter Gauss,
ARLBERG-well.com-Chef Peter Mall und
Turnierdirektor Raimund Stefanits blendend
unterhielten. (Bilder und Text aus der offiziellen Telering-Tennis trophy homepage) |
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Aus der Arlberg-Revue Winter 2004/05 des Tourismusverbandes St. Anton a/A
Fast könnte man Angst bekommen....
....ein ohrenbetäubender Lärm erfüllt die St. Antoner Fußgängerzone. Es ist, als ob tausend Stiere mit ihren großen Kuhglocken die Bergflanken diesseits und jenseits des Dorfes heruntergerast kämen. Die Menschen drängen sich dicht an die Stände des kleinen Weihnachtsmarktes. Sie umklammern ihre Glühweinbecher oder sie nehmen sich bei den Händen. Mit guten Grund!
Es sind wilde und wüste Gestalten, die da Einzug halten im vorweihnachtlich-friedvollen Dorf. Aufrechten Ganges kommen sie daher, aber es sind zweifelsohne Wesen aus einer anderen Welt: mit zotteligem Fell, Glocken und Schellen um den Leib gebunden, Steinbock- und Widderhörner auf den Köpfen. Und diese Köpfe, diese Gesichter, können einem wirklich Angst einjagen. Auch wenn es sich ganz offensichtlich nur um Masken handelt, und die offenen Mäuler und die gefletschten Zähne nicht wirklich zubeißen können.
Mit dem Krampalarlauf haben die jungen Leute im Dorf eine alte Tradition neu aufleben lassen: Das uralte, archaische Spiel mit Teufeln und Hexen und mit Krampussen, die für all das Unheimliche in der Welt stehen, und mit einem St. Nikolaus, der das Gute verkörpert. Insbesondere im deutschsprachigen Alpenraum hat sich derartiges Brauchtum bewahrt, werden, wie heute von den jungen Männern in St. Anton am Arlberg, die Masken von Hand geschnitzt, mühevoll und liebevoll - 30 Stunden Arbeitszeit kommen da leicht zusammen, und kaum weniger für das Fertigen der durchaus Furcht einflößenden Kostüme.
Aber Hand aufs Herz, es kommt alles halb so schlimm: "Am Hauptplatz rannten die Kramperln mit ihren kunstvollen, archaisch-wild wirkenden Masken, ihre ,brrrrr´-Rufe von sich gebend, mit den Ruten drohend" schreibt Roman Schweidlenka im Buch >Brauchtum in den Alpen< "Ein Spektakel, ein rituelles Spiel der Jugend, ein Toben und Schreien. Die Kinder zappelten ein wenig, versteckten sich, lachten, reizten die Kramperln, ergriffen die Flucht, die Kramperln hinterher rennend. Die Winternacht klirrte vor aufgeregter, trotz der Kälte kochender Spannung....." Ja schöner könnte man die Atmosphäre kaum beschreiben. Und darum sollte sich, wer einigermaßen unerschrocken ist, den Winteranfang mit Weihnachtsmarkt und Krampalarlauf in St. Anton am Arlberg keinesfalls entgehen lassen. Am 5. Dezember ist dazu wieder Gelegenheit!
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Am 5. Dezember fand auf der Sennhütte in St. Anton am Arlberg, im Rahmen der Telering-Tennis-Trophy die traditionelle Players Party statt.
Fotos: GEPA-pictures/tele.ring Tennis Trophy
von links nach rechts: Stefan Koubek, Elena Likhovtseva, Philipp Kohlschrei, Anastasia Myskina, Jürgen Melzer
Krampalar: Thomas Schweiger, Markus Strolz, Richard Matt
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